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Heute stelle ich Ihnen und Euch den freiwillig ehrenamtlich tätigen Selim Maktay und sein außergewöhnliches Engagement vor.

Selim ist 1984 in der Türkei geboren und 2018 nach Deutschland gekommen. Der gebürtige Kurde lebte zuvor mit seiner Familie in Istanbul. Aufgrund der allgemeinen politischen Lage in seinem Heimatland litt er sehr unter politischer Verfolgung.

Sein erlernter Beruf ist Schneider. In Istanbul war er selbstständig und arbeitete in einer eigenen Schneiderei.

Ehrenamtliches Engagement war ihm schon in der Türkei eine Herzensangelegenheit und er unterstützte vor allen Dingen Kinder und spendete regelmäßig Schul-materialien,

Er ist verheiratet und hat 3 Kinder: zwei Töchter und einen Sohn.

Aktuell besucht er einen Deutschkurs und hat schon große Fortschritte gemacht. Da Selim zurzeit nicht berufstätig sein kann engagiert er sich ehrenamtlich in seiner freien Zeit.

Selim lernte den Integrationshelfer des Caritasverbandes Zaki Popal kennen und wird von ihm in Fragen zum Alltagsgeschehen praktisch wie auch sprachlich unterstützt. Durch Zaki lernte er das Freiwilligen-Zentrum BONUS mit dem Engagement für zum Beispiel Gefllüchtete kennen, sowie das Patenprojekt „Menschen stärken Menschen“.

Seit einigen Monaten ist er Anleiter einer Nähgruppe für Frauen mit Migrationshinter-grund aus unterschiedlichen Ländern und auch deutsche Frauen, die gern das Nähen erlernen möchten. Sehr unkonventionell ist er mit Feuereifer bei der Sache und erfreut die Teilnehmer mit seinem Humor und seinen Tipps und Tricks des Schneiderhandwerks.

Die Nähgruppe muss nun leider aufgrund der Corona-Krise eine Pause einlegen. Aber Selim war nicht zu bremsen und hatte die Idee Masken zu nähen. So hat er täglich im Freiwilligen-Zentrum seinen Platz und engagiert sich vor allen Dingen für Menschen, die der Risikogruppe angehören, entwirft und näht immer wieder verschiedene neue Modelle, die den Menschen helfen und ihnen Freude bereiten.

Selim ist es wichtig seinen Beitrag in der Gesellschaft zu leisten und auch etwas zurückzugeben, so fühlt er sich gebraucht und gleichzeitig kann er soziale Kontakte aufbauen und pflegen.

Ganz oben auf seiner Prioritätenliste steht der gegenseitige Respekt und die Wertschätzung im Umgang miteinander.

Wer Selim kennenlernen möchte, trifft ihn 2-wöchentlich im Café-Treff im Freiwilligen-Zentrum BONUS in der Hildesheimer Oststadt.

Kordula Eggers

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