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Catrin Schaefer

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Seit 18 Jahren ist Catrin Schaefer inzwischen sozial engagiert. Ob als Vormund, Pflegemutter oder ehrenamtliche rechtliche Betreuerin dreier Erwachsener - alle ihre Rollen erfüllt sie mit großer Gewissenhaftigkeit.

Neben den Aufgaben, die ihr jeweils per Gesetz zugeschrieben sind, ist es ihr wichtig, auch darüber hinaus für ihre Schützlinge da zu sein. So haben beispielweise ihre drei rechtlich Betreuten alle keine Angehörigen oder keinen Kontakt zu diesen. Für die 48-Jährige ist es daher selbstverständlich, sich um Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenke zu kümmern oder einen Besuch in der Wohneinrichtung und einen Tagesausflug mit ihren Kindern zu verknüpfen.


Wie sind Sie zu Ihrem Engagement gekommen?

Auf ihr erstes Ehrenamt wurde Catrin Schaefer durch einen Aufruf aufmerksam: Gesucht wurde ein Vormund für ein behindertes 8-jähriges Mädchen. Damals arbeitete die Sozialpädagogin nur am Wochenende, um unter der Woche die Betreuung ihres leiblichen Kindes zu gewährleisten. „Unser Sohn war noch ein Baby. Das war mir doch ein bisschen zu langweilig. Kurzum wurde ich zum Vormund bestellt."

Pflegemutter ist sie aufgrund ihres Berufes geworden. Schon früh hatte sich die Erzieherin vorgenommen, Kinder aufzunehmen. „Als dann unsere Jüngste vier war, haben wir gesagt: ‚Jetzt, sonst ist es zu spät‘.“

Mit der Zeit kamen dann die drei rechtlichen Betreuungen hinzu.


Was motiviert Sie, sich weiter zu engagieren?

Durch das Ehrenamt bekommt Catrin Schaefer unglaublich viel zurück. „Ich, meine Familie, meine Kinder und meine Betreuten. Wir alle sind daran gewachsen. Es fühlt sich ähnlich an wie Verwandte." Bei jedem Besuch freuen sich ihre Schützlinge. Das zu sehen, motiviert sie sehr.


Ein Erlebnis das bleibt

2020 hatte einer ihrer rechtlich Betreuten einen Autounfall, bei dem er sich leichte Verletzungen zuzog. Im Zuge dieser schwierigen Zeit wünschte er sich sehr, Kontakt zu seinem Bruder aufzunehmen. „Er wollte ihm so gerne sagen, dass es ihm nicht gut geht und ihn fragen, wie es ihm geht.“

Catrin Schaefer, die über die rechtliche Betreuung ein wenig Kontakt zu dem Bruder hatte, nahm gemeinsam mit den Mann eine Sprachnachricht für den Bruder auf. Dieser antwortete seinerseits aus dem Krankenhaus und versprach sich zu melden, wenn es ihm besser geht.

Mitzuerleben, wie die beiden Männer nach Jahren des Kontaktabbruches diese feine Beziehung zueinander knüpften, hat die 49-Jährige sehr berührt.


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Interview 2020


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