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Gemeinsam Zusammenhalt gestalten

Der von der BürgerStiftung Hildesheim jährlich vergebene Hildesheimer Nachbarschaftspreis will nachhaltiges ehrenamtliches Engagement in der Nachbarschaftshilfe würdigen und auszeichnen. Unbürokratische Hilfe ohne eigenes finanzielles Interesse, nachhaltiger Dienst am Nächsten, sozialer, selbstloser Einsatz da, wo Hilfe nötig ist, ist vorbildlich und soll zur Nachahmung anregen.

Deshalb dieser Preis und unsere Anerkennung durch die Vergabe einer Urkunde und eines Preisgeldes.

Aus zahlreichen Vorschlägen hat der Vorstand der Stiftung einstimmig eine sehr große Zahl an Preisträgern ausgewählt.

Leider konnten nicht alle Vorschläge berücksichtigt werden, auch wenn die nicht berücksichtigten Vorschläge eine Auszeichnung verdient gehabt hätten. Sie bleiben auf der Vorschlagsliste.

Die Vorstandsmitglieder  Reinald Bever, Bernd Cast und Jürgen Böhnke sind stolz auf eine so große Hilfsbereitschaft  der Hildesheimer Bürger*innen. Es sei sehr erfreulich, dass sich gerade auch junge Menschen sozial engagieren. Hier werde gelebt, was das Motto des bundesweiten Stiftungstages im Juni 2021 sei: „Gemeinsam Zusammenhalt gestalten“.


Die Preisträger*innen:

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Brigitte und Hans Kollecker, Sarstedt

Die Eheleute haben sich seit vielen Jahren um ihre inzwischen über 90-jährige Nachbarin gekümmert, gerade auch dann, als diese nicht mehr selbständig leben konnte. Sie haben für die Dame einen Heimplatz besorgt, Formalitäten erledigt und auch die Weichen für die Finanzierung gestellt. Dazu gehörte der Verkauf eines Einfamilienhauses von Frau K.
Nach dem Tod der mit ihr zusammenlebenden Tochter sind die Eheleute Kollecker zu den wichtigsten Bezugspersonen geworden. Auch in dieser schwierigen Situation haben sie bei der Regelung der Angelegenheiten geholfen.

Auch wenn Frau K. nun nicht mehr in der unmittelbaren Nachbarschaft lebt, besuchen die Eheleute Kollecker Frau K. auch weiterhin und besorgen die Dinge für das tägliche Leben.

Preisgeld : 200 EUR

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Susanne Witczak, Hildesheim

Susanne Witczak ist gelernte Krankenschwester und kümmert sich seit 3 Jahren um eine aus dem Irak geflüchtete Familie mit 3 Kindern.
Dazu gehört die „KiTa-Begleitung“ ebenso wie die Unterstützung in der Schule. Auch am Wochenende lernt Frau Witczak mit den Kindern.

Ihr ist es wichtig, auf die großartige Erfüllung des Bildungsauftrages durch die Lehrer*innenschaft hinzuweisen, die gerade in der Pandemie-Zeit gefragt ist, besonders bei „bildungsfernen“ Schüler*innen. Frau Witczak macht für die Familie auch Behördengänge und begleitet Arztbesuche und Vieles mehr.

Preisgeld : 200 EUR

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Inge Saipa, Hildesheim

Frau Saipa hat über die Flüchtlingsinitiative FLUX Kontakt zu dieser Flüchtlingsfamilie bekommen: Die schon einige Jahre in Deutschland lebende Mutter stammt aus Kolumbien, der Vater aus Guinea. Die Eltern sprechen untereinander spanisch, das zur Grundschule gehende Kind spanisch und deutsch. Mangelnde Kontakte und damit die Gelegenheit, deutsch zu sprechen, erschwere, so Frau Saipa, dieSprachbildung erheblich. Hier leistet Frau Saipa, selbst Lehrerin im Ruhestand, geduldig erhebliche Aufbauarbeit.

Aber nicht nur das: Sie unterstützt die Familie, bei Bewerbungen um einen Arbeitsplatz, begleitet bei Arztterminen, hilft bei der Organisation des Umzugs und der Einrichtung einer neuen Wohnung u.v.m..

Preisgeld : 200 EUR

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Luisa Leinemann, Hildesheim

Luisa Leinemann hat ihr Studium für das Lehramt 2019 aufgenommen aber nur 1 Semester wie gewohnt studieren und andere Studierende kennenlernen können. Dann kam die Pandemie und seitdem ist, wie Frau Leinemann berichtete, das Studieren ausschließlich online möglich. Ihre erste eigene Wohnung hat sie in einem Mehrfamilienhaus genommen und weil sie viel zu Hause bleiben musste, im Laufe der Pandemie durch einen Zettelaushang im Haus ihre Hilfe angeboten. Eine Anfang 80-jährige Mitbewohnerin hatte dieses Angebot sehr nötig und es daher auch hoch erfreut angenommen. Seitdem unterstützt die junge Studentin ihre Nachbarin, kauft für sie ein, ist für sie da und leistet ihr Gesellschaft.

Preisgeld : 200 EUR

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Hausaufgabenhilfe im Bürgertreff b-west, Hildesheim

Die seit 2015 eingerichtete Hausaufgabenhilfe wird von geeigneten, erfahrenen Erwachsenen geleistet. Dabei handelt es sich um ehemalige Lehrer*innen/Ingenieur*innen oder Menschen aus anderen Berufsgruppen. Sie geben Nachhilfe in allen Fächern und darüber hinaus auch im Einzelfall Hilfestellungen in allgemeinen Angelegenheiten.

Das Angebot richtet sich an Kinder aus der Nachbarschaft ab dem Grundschulalter bis zum 8. Jahrgang. Die Schüler*innen haben häufig auf Grund eines Migrationshintergrundes Bildungsnachteile zu überwinden. Insbesondere die Sprachförderung ist gefragt. Eine Unterstützung der Maßnahme durch die Elternhäuser ist natürlich erwünscht. Geeignete Lernräume sind vorhanden.

Preisgeld: 500 EUR für Lehrmaterialien

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Fahrdienst zum Impfzentrum Hildesheim und zum Hausarzt, Team Peter Nagel

Das Angebot richtet sich an Menschen, die in Ochtersum wohnen, einen Impftermin in Hildesheim haben, nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren können, die niemand zum Impfzentrum bringen kann, den Weg zum Hausarzt nicht selbst bewältigen und auch keinen Fahrberechtigungsschein der Krankenkasse nutzen können.

Der Transpost erfolgt im „Bulli“ der kath. St. Alfried Kirchengemeinde oder in Privatfahrzeugen der Fahrer*innen. Für die Nutzer*innen kostenfrei!

Die Koordinatorin ist Diakonin Sandra Heiting von der Ev.-luth. Lukasgemeinde und Markusgemeinde. Der Fahrdienst kooperiert mit der Einkaufshilfe Ochtersum.

Herr Nagel berichtet, die Idee sei ihm gekommen, weil die Bushaltestelle für viele ältere Menschen zu Fuß nur schwer erreichbar sei. Das Zusammenspiel zwischen Telefondienst und Fahrer*innen funktioniere ausgezeichnet. So könne der Dienst in Zukunft vielleicht für kulturelle Veranstaltungen organisiert werden.

Preisgeld: 200 EUR

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Das Anonyme Zuhörtelefon, der Fachschaft Psychologie der Universität Hildesheim

35 Studierende haben im Laufe der Pandemie das Zuhörtelefon eingerichtet, ein anonymes, unverbindliches Gesprächs- und Zuhörangebot. Es ist weiterhin nachgefragt und die Studierenden werden von Frau Prof. Dr. Mähler begleitet. Es besteht eine Kooperation mit dem Verein Suizidprävention Hildesheim e.V.

Inzwischen ist das Projekt weit über Hildesheim hinaus bekannt geworden.

Begonnen hat alles im 1. Lockdown für einsame Menschen in Altenheimen und an anderen Orten, inzwischen ist es offen für alle Probleme des Alltags und alle Generationen. Es erfolgen keine therapeutischen Beratungen, keine klugen Tipps. Es versteht sich als Anlaufstelle und pflegt ein aktives Zuhören.

Preisgeld: 500 EUR für Technik und Fortbildung


Reinald Bever


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