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Telefonbesuchsdienst gewinnt Auszeichnung

Die Idee ist so einfach, dass sie einen Preis verdient. Mit ihrem „Telefonbesuchsdienst“ für einsame Menschen in der Corona-Pandemie haben die Malteser beim 6. Elisabethpreis der Caritas in der Diözese Hildesheim den zweiten Platz belegt und ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro gewonnen.

Die Corona-Pandemie hat vor allem ältere Menschen hart getroffen, persönliche Kontakte mussten eingeschränkt oder ganz eingestellt werden. Um dieser Isolation entgegenzuwirken, haben die Malteser in der Diözese Hildesheim im vergangenen Jahr 4400 Kunden ihres Malteser-Hausnotrufs angerufen und ihnen einen kostenlosen Einkaufsservice und Telefonbesuchsdienst angeboten.

„Vor allem alleinstehende Betroffene, die wirklich sozial isoliert waren, nahmen unsere Angebote dankend an“, erzählt Dr. Maria-Theresia Bernhold, Diözesanreferentin Besuchs- und Begleitungsdienste der Malteser, die das neue Angebot koordinierte.

Daraus entwickelte sich ein regelmäßiger, telefonischer Besuchsdienst. Unter dem Motto „Miteinander & Füreinander“  besuchen Ehrenamtliche telefonisch, jeweils zu vereinbarten Zeiten. Das soll nach Bernholds Worten auch nach dem Ende der Pandemie so bleiben, „weil Einsamkeit sich nicht nur auf Corona beschränkt und dieser Dienst insbesondere bei einsamen Menschen auf fruchtbaren Boden gefallen ist.“


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Malteser Telefondienst


Eine Experten-Jury wählte den Telefon-Besuchsdienst der Malteser unter 25 Bewerbern auf Platz 2. In seiner Begründung würdigte Jurymitglied Andreas Janizki, Vorstand des Caritasverbandes Salzgitter e.V., das Malteser-Projekt als „fantastische Aktion“ im Kampf gegen das drängende gesellschaftliche Problem der Einsamkeit.

„Dieser schöne Erfolg ist eine Bestätigung für unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter und ein starker Rückenwind zum Weitermachen“, freut sich Dr. Maria-Theresia Bernhold über den Preis.


Dr. Michael Lukas

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