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Deine Stimme für Inklusion - mach mit!

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Unter dem Motto „Deine Stimme für Inklusion - mach mit!“ fand am Mittwoch, 5. Mai 2021, der „Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ statt.

An diesem Tag veranstalten zahlreiche Organisationen und Verbände der Behindertenhilfe und -selbsthilfe jährlich unterschiedlichste Aktionen, um auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland aufmerksam zu machen. Es ist ein Aufruf an alle Menschen, Missstände aufzudecken, Teilhabe-Barrieren sichtbar zu machen und Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, sich für ihre Rechte einzusetzen - für mehr Mit- statt Nebeneinander.

Trotz der derzeit erschwerten Rahmenbedingungen haben wir auch in Hildesheim kreative Wege gefunden, Corona-konforme Aktionen umzusetzen. Damit wollen wir zeigen, dass durch gemeinsames Engagement der Menschen in Hildesheim unsere Stadtgesellschaft inklusiv gestaltet werden kann. Inklusion als Querschnittsaufgabe umfasst alle Lebensbereiche wie Wohnen, Arbeit, Bildung, gesundheitliche Versorgung, Mobilität, Freizeit und vieles mehr.

So wurde durch die Stadt Hildesheim, Stabsstelle Migration und Inklusion, Ulrike Dammann,  in Kooperation mit dem Behinderten- und Inklusionsbeirat der Stadt, den Maltesern und ihrem Projekt KulTour(en) sowie der EUTB (Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung) ein kurzer Film mit dem Titel „Eine Minute für Inklusion“ zur Sensibilisierung zum Thema „Inklusion“ gedreht. Um die Kamera und die Technik kümmerte sich Piet Hennig. Neben den „Wilderers“, dem Theater für Niedersachsen (TfN) und dem Familienzentrum Maluki hat auch Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer mitgewirkt. Der Film ist hier zu finden: https://youtu.be/to7RzBqbcWA

Am Abend berichteten darüber hinaus im KulturStream (www.kultur-stream.live) des Ateliers Licht.n.Stein ab 20.15 Uhr Mitglieder aus des Behinderten- und Inklusionsbeirats der Stadt Hildesheim über ihre Arbeit. Alle anwesenden Beiratsmitglieder haben eine Schwerbehinderung und berichten aus ihrer Perspektive über die Barrieren im Alltag. Denn diese sind für Menschen mit Behinderung im Alltag vielfältig, werden von Nicht-Betroffenen allerdings selten wahrgenommen. Bauliche Barrierefreiheit wie abgesenkte Bordsteine sowie Rampen und Fahrstühle statt Treppenstufen helfen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Für blinde Menschen sind Leitstreifen, Informationen in Brailleschrift sowie auditive Ansagen entsprechende Hilfsmittel gedacht. Lichtsignale und mobile Induktionsschleifen helfen Personen mit einer Hörbehinderung. Auch die Verwendung von Leichter Sprache oder Aufklärung im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen sorgen für ein gleichberechtigtes Miteinander in unserer Gesellschaft. Moderiert hat die Sendung Claus-Ulrich Heinke.

Unterstützung gab es auch von der Musikschule Hildesheim. Von dort kam Edgar Wendt und sorgte für den musikalischen Part des Abends. Er setzt seine Stimme als Instrument ein und gibt die Klangwelt wieder, welche er in 32 Jahren auf dem Globus erlebt hat. Auf den Moment abgestimmt erklingen Geräusche, Ober- und Untertongesänge, Beatbox, Trompete, und Phantasiesprachen. „Für mich spielt Musik von morgens bis abends eine ganzheitliche Rolle. Ich wache auf, trinke einen Kaffee und gebe das Klangwissen an meinen Sohn weiter, um den Kreis zu schließen.“ So Edgars Beschreibung zur Musik.

Eine Gebärdensprachdolmetscherin war ebenfalls anwesend und hat die Sendung in die Deutsche Gebärdensprache übersetzen.

Anzuschauen ist das Programm unter www.kultur-stream.live


natürlich auch im Nachhinein.


Ulrike Dammann

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