Sprungziele
Seiteninhalt

HAWK setzt sich für mehr Barrierefreiheit ein

An der Fakultät Gestaltung der HAWK ist ein neues Forschungsprojekt zum Thema ‚Inklusion und Gestaltung‘ gestartet. Drei Seminargruppen aus Bachelor- und Masterstudierenden arbeiten noch bis zum August an inklusiven Lösungen für den öffentlichen Raum in Hildesheim. Das Spektrum reicht hier von Apps für den Tourismus in Leichter Sprache und Audioausgabe, über Informationsstellwände auch in Brailleschrift und höhenverstellbar bis hin zu Aufenthaltsmöglichkeiten, die für Menschen im Rollstuhl oder mit anderer Mobilitätseinschränkung einladend sind. Dabei die unterschiedlichen Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigung im Blick zu haben und zu vereinen, ist gar nicht so einfach. Denn was den einen hilft, ist für die anderen eine Barriere.

Um die Studierenden bei ihren Projekten zu beraten, finden immer wieder Online-Treffen mit dem Behinderten- und Inklusionsbeirat der Stadt statt. Auch zwei Selbsterfahrungsexkursionen mit den Studierenden und den Beiratsmitgliedern durch die Hildesheimer Innenstadt sind geplant.

Für die Mitglieder des Beirats steht auf jeden Fall fest, dass solche Seminare wichtig und eigentlich ein Muss sind und dabei helfen, bereits im Studium eine Sensibilität für die Inklusion zu erreichen. Nur so können später die Bedürfnisse aller Menschen in der Planung berücksichtigt werden.

Die Abschlusspräsentation der Ergebnisse wird am 18. August stattfinden.


Nicht nur der öffentliche Raum wird von den Studierenden einen Barriere kritischen Blick unterworfen. Nach einer Selbsterfahrung soll auch für den eigenen Campus ein neues inklusives Leit- und Orientierungssystem entworfen werden. Hannah Feldbusch, Nadine Ilse, Lars Hohmeier und Tim Udvardi-Lakos berichten von dem Projekt:


Bild vergrößern: OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Bild vergrößern: OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA





Bild vergrößern: OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Bild vergrößern: OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA














"Ein uns vertrauter Raum wird zu einer Herausforderung. Durch den Selbstversuch im Rollstuhl sitzend, bewerteten wir die räumlichen Verhältnisse am Campus Weinberg plötzlich ganz neu.

Die Erfahrung hat uns dabei geholfen ein besseres Verständnis für die großen und kleinen Probleme zu bekommen, welche Menschen mit Rollstuhl im Alltag begegnen können. Ohne Missstände kleinreden oder die vielen Probleme zu ignorieren, war es für uns dennoch eine erstaunlich positive Erfahrung, wie viel Bewegung im Rollstuhl möglich ist. Aussagen wie: „Der Rollstuhl ist für mich ein Stück Freiheit.“, können wir jetzt viel besser nachvollziehen. Mitgefühl ist wichtig, doch unser Mitleid brauchen Menschen mit Rollstuhl nicht. Wir sollten besser versuchen bauliche Barrieren zu minimieren, um noch mehr Freiheit und Gemeinsamkeit zu ermöglichen.

Auf unser Projekt an der HAWK bezogen hat uns die Selbsterfahrung gezeigt, dass das Campus Gelände am Weinberg und die Gebäude dort bereits gut mit dem Rollstuhl befahrbar sind, was fehlt ist jedoch ein durchdachtes, inklusives Leit- und Orientierungssystem. Das bestehende System ist an vielen Stellen verbesserungswürdig, so fehlen z.B. Braille- und Pyramidenschrift. Deshalb wollen wir im Rahmen des integrativen Projekts an der HAWK für den Campus ein neues ineinandergreifendes und inklusives Leit- und Orientierungssystem entwerfen, damit Menschen zukünftig auf dem Campus weniger Beeinträchtigungen erfahren und sich selbstständig zurechtfinden können.“


Ulrike Dammann

Seite zurück Nach oben